Warum die Hygiene Ihrer Audiogeräte so wichtig ist
In-Ear-Kopfhörer sitzen direkt am Eingang des Gehörgangs. Sie dichten den Kanal akustisch ab – blockieren dadurch jedoch auch die Luftzirkulation. Es entsteht eine Wärmekammer, in der die Haut vermehrt schwitzt. Zudem werden beim Herausnehmen und Einstecken winzige Schmalzpartikel, Staub aus Jackentaschen und Keime auf den Ohrpolstern gesammelt.
Werden die Hörer tagelang ungesäubert wiederholt ins Ohr gedrückt, steigt das Risiko für schmerzhafte Balkterieninfektionen (wie Furunkel im Gehörgang) deutlich an.
Schritt-für-Schritt: So säubern Sie In-Ear Kopfhörer richtig
Silikon- oder Schaumstoffaufsätze abnehmen
Ziehen Sie die weichen Ohrpassstücke (Ear Tips) vorsichtig vom eigentlichen Lautsprechergehäuse ab. Nur so lassen sich beide Komponenten gründlich säubern, ohne dass Flüssigkeit in die Elektronik gerät.
Silikonaufsätze separat waschen
Silikonaufsätze können in lauwarmem Wasser mit einem winzigen Tropfen milder Seife gereinigt werden. Wichtig: Lassen Sie die Aufsätze danach an der Luft vollständig durchtrocknen, bevor Sie sie wieder aufstecken. Feuchtigkeit am Lautsprechergitter kann die Elektronik zerstören!
Gitter mit trockener, weicher Bürste entstauben
Nutzen Sie eine weiche, trockene Zahnbürste oder einen feinen Kosmetikpinsel. Halten Sie den Kopfhörer mit dem Gitter nach unten, sodass gelöste Partikel nach unten herausfallen und nicht durch das Schutzgitter in den Lautsprecher gedrückt werden.
Gehäuse mit Mikrofasertuch abwischen
Wischen Sie das Kunststoffgehäuse und die Ladekontakte mit einem sauberen, fusselfreien Mikrofasertuch ab. Verwenden Sie keine scharfen Lösungsmittel, kein Aceton und kein reines Benzin.
Was tun mit dem Lade-Etui?
Auch das Ladecase sammelt Flusen aus Hosentaschen. Reinigen Sie die inneren Ladeschächte vorsichtig mit einem trockenen Wattestäbchen (hier ist es erlaubt, da es sich um Technik handelt, nicht um das Ohr!). Achten Sie darauf, die empfindlichen Metallfedern der Ladekontakte nicht zu verbiegen.
Vermeiden Sie es, In-Ear-Kopfhörer mit Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern zu teilen. Jedes Ohr hat sein individuelles Mikrobiom. Der Austausch von Hörern überträgt fremde Keimstämme, was rasch zu Reizungen führen kann.