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Ohrenpflege nach dem Duschen, Baden oder Schwimmen

Wasser im Ohr ist nach dem Sprung ins Becken oder der morgendlichen Dusche ein bekanntes Gefühl. Wie Sie Feuchtigkeit schonend entweichen lassen und das Risiko für ein „Schwimmerohr“ minimieren.

Schwimmen und Schutz vor Feuchtigkeitsstau im Ohr
Badespaß ohne Ohrenschmerzen: Nach dem Schwimmen sollte das Ohr gut abtrocknen können.

Warum stehende Feuchtigkeit das Ohr gefährdet

Der Gehörgang ist etwa 2,5 bis 3 Zentimeter lang, leicht S-förmig geschwungen und endet blind am Trommelfell. Wenn Wasser beim Duschen, Baden oder Tauchen in diesen Gang dringt, kann es sich durch Oberflächenspannung wie ein kleiner Pfropf festsetzen.

Verbleibt dieses Wasser über Stunden im Gehörgang, führt das warme, dunkle Milieu zu einer Aufweichung (Mazeration) der obersten Hornschicht der Haut. Der saure Schutzfilm wird verdünnt. Vor allem chlorhaltiges Schwimmbadwasser oder See- und Meerwasser, das natürliche Mikroorganismen enthält, bietet Keimen (insbesondere Pseudomonas aeruginosa und Pilzsporen) ideale Wachstumsbedingungen. Die Folge ist eine schmerzhafte Badeotitis (Schwimmerohr).

Die richtige Routine nach jedem Wasserkontakt

1

Kopf zur Seite neigen

Neigen Sie den Kopf unmittelbar nach dem Verlassen des Wassers mit dem betroffenen Ohr nach unten in Richtung Schulter. Die Schwerkraft hilft dabei, den Wasserfilm zu durchbrechen.

2

Leichter Zug an der Ohrmuschel

Fassen Sie mit den Fingern sanft an das Ohrläppchen oder den oberen Ohrmuschelrand und ziehen Sie das Ohr leicht nach hinten und oben. Dadurch wird der geschwungene Gehörgang begradigt, und das Wasser kann ungehindert herausfließen.

3

Ohrmuschel mit Handtuch trockentupfen

Nehmen Sie ein frisches Handtuch und tupfen Sie das herausgelaufene Wasser an der Ohrmuschel ab. Führen Sie das Handtuch nicht mit Gewalt in den Gehörgang ein.

4

Luftzirkulation ermöglichen

Setzen Sie nach dem Schwimmen oder Duschen nicht sofort dichte In-Ear-Kopfhörer oder dämmende Ohrstöpsel ein. Geben Sie dem Gehörgang mindestens 30 bis 60 Minuten Zeit, um an der normalen Raumluft vollständig abzutrocknen.

Was Sie keinesfalls tun sollten

✓ Richtiges Verhalten
  • Kopf sanft neigen und hüpfen
  • Ohrläppchen vorsichtig bewegen
  • Handtuch nur außen anlegen
  • Dem Ohr Zeit an der Luft geben
✗ Gefährliche Fehler
  • Mit Wattestäbchen das Wasser „aufsaugen“
  • Heißluft-Föhn direkt ins Ohr halten (Verbrennungsgefahr!)
  • Mit Fingernägeln im Gehörgang bohren
  • Nasse Ohren sofort mit Kopfhörern verschließen
💡
Tipp für passionierte Schwimmer

Wer regelmäßig im Hallenbad oder in offenen Gewässern schwimmt und zu empfindlichen Gehörgängen neigt, kann auf spezielle, maßgefertigte Schwimmohrstöpsel aus weichem Silikon zurückgreifen. Diese dichten den Gehörgang zuverlässig vor eindringendem Wasser ab, ohne Druckschmerzen zu verursachen.